Gärtnerei Schliebener

Gärtnerei Schliebener – Modellregion Nord

Tim Schliebener

Interview mit Tim Schliebener. Als Standardsubstrat wird ein Substrat mit 10% Holzfasern verwendet. Im Rahmen von TerZ hat Herr Schliebener zum Vergleich ein Substrat mit 30% Holzfasern und eins mit 15% Holzfasern und 15% Kokosmark bei den Pelargonien verwendet. Für die Poinsettien wird ein Standardsubstrat mit 10% Perliten und ein weiter torfredziertes Substrat mit 10% Perliten und 20% Holzfasern genutzt.

Erzählen Sie kurz etwas über die Geschichte Ihres Betriebes

Unsere Einzelhandelsgärtnerei wurde 1960 von meinem Großvater gegründet. Zunächst wurden Gemüse und Schnittblumen, später dann auch Topfpflanzen produziert. Seitdem wurde sie kontinuierlich durch Baumaßnahmen, wie Erweiterung und Modernisierung der Produktions- und Verkaufsflächen, ausgebaut. 1972 haben meine Eltern den Betrieb übernommen und seit 2007 führe ich die Gärtnerei mit meiner Schwester. Wir produzieren inzwischen auf über 5000m² und nutzen eine Verkaufsfläche von 2000m².

Für unsere Kunden produzieren wir ein breites Sortiment aus Frühjahrsblühern, Beet- und Balkonpflanzen, Kräutern, Gemüse, Herbstzauber, sowie Poinsettien.

Was zeichnet Ihren Betrieb aus?
Die Vielseitigkeit, Frische und die große Eigenproduktion für den Endverkauf.


Wie war Ihre Einstellung vor dem Projekt zu Torfersatzstoffen? Was haben Sie darüber gedacht? (Anwendung, Kosten, etc.)?
Ich fand es interessant, dass man auf diesem Wege endliche Rohstoffe einsparen kann. Es ist schon eine Umstellung für den Betrieb, sicher auch in den Kosten, aber es lohnt sich und man sollte die Natur bewusst schützen.

Haben sich bisher Befürchtungen oder Erwartungen erfüllt?
Nein, bis jetzt lief alles reibungslos mit 30% Torfersatz und das sind immerhin 1/3 Rohstoffersparnis. Wir hatten keine Ausfälle zu verzeichnen und auch von den Kosten sind die Unterschiede gering.

Was sind Ihre Ziele hinsichtlich der Verwendung von Torfersatzstoffen in den nächsten 10 Jahren?

Wir möchten es möglichst mit allen Kulturen auf 50% Torfersatz schaffen, ohne, dass die Produktion zu kosten- und arbeitsintensiv wird.

Fuchsia „red-blue“ nach 12 Wochen Kultivierung. Links im Standard-Substrat mit 90% Torf und 10% Holzfasern und rechts im weiter torfreduzierten Substrat mit 70% Torf und 30% Holzfasern. (Fotos: LVG Ahlem)

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