Gärtnerei Ablaß

Gärtnerei Ablaß – Modellregion Nord

Interview mit Katja und Uwe Ablaß. Sie haben mit einem Standardsubstrat mit 8% Ton und einem TerZ-Substrat mit 20% Holzfasern, 10% Rindenhumus und 5% Ton die Beet- und Balkonsaison bestritten.

Foto: Katja und Uwe Ablaß

Erzählen Sie kurz etwas über die Geschichte Ihres Betriebes

Meine Eltern gründeten den Betrieb 1957 in Bremerhaven und produzierten dort Nelken. 1967 zog der Betrieb hier nach Debstedt in eine Gärtnersiedlung. Die Produktion hat sich stetig weiterentwickelt und 1989 wurde der Betrieb nochmal weiter ausgebaut. Seit es den Pflanzenpass gibt vermarkten wir komplett alles nur noch über den eigenen Endverkauf. Dabei produzieren wir das meiste selber. Dazu gehören Beet- und Balkonsortiment, Schnitt, Stiefmütterchen, Hornveilchen und vieles mehr.

Was zeichnet Ihren Betrieb aus?
Unser breites Beet- und Balkonsortiment, der Schnitt und viele Stammkunden. Einige Kunden kommen extra von weit her, um bei uns einzukaufen. Auch unsere Erde zeichnet uns aus. Wir bieten unseren Kunden eine speziell dauergedüngte Erde an, bei der sie über die Saison nur noch gießen müssen und ein super Ergebnis erwarten dürfen.

Wie war Ihre Einstellung vor dem Projekt zu Torfersatzstoffen? Was haben Sie darüber gedacht? (Anwendung, Kosten, etc.)?
Wir hatten vorher schon mal mit der Kokosfaser experimentiert, fanden es aber nicht besser wie die Torffaser, bzw. gleichwertig. Die Einstellung war neutral. Wenn es einen Stoff gibt, der besser oder auch gleich gut funktioniert und den Torf ersetzen kann, dann nehmen wir den, aber nicht um jeden Preis. Es muss mit der Kultur passen.

Haben sich bisher Befürchtungen oder Erwartungen erfüllt?
Die Erwartungen waren, dass es harmlos und problemlos sein würde. Allerdings kämpfen wir jetzt mit sinkenden pH-Werten und erhöhtem Kontrollaufwand. Wobei das ohne die regelmäigen Proben vermutlich nicht aufgefallen wäre.

Was sind Ihre Ziele hinsichtlich der Verwendung von Torfersatzstoffen in den nächsten 10 Jahren?

Ich vermute, dass wir nicht ganz aus dem Torf rauskommen werden können. Sollten wir es aber schaffen bei 80 – 100% torffrei zu landen, wäre das schon schön.

Fotos: Sanvitalien nach 11 Wochen Kultivierung. Links im Standard- und rechts im torfreduzierten Substrat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.