Aktuelles aus der Modellregion West

Ergebnisse der Poinsettiensaison 2021

Von Melanie Bank, Versuchszentrum Gartenbau Straelen, LWK Nordrhein-Westfalen

Weihnachten steht kurz bevor, was für unsere Demonstrationsbetriebe im Projekt TerZ
bedeutet: Die Sterne sind fertig!

Ein Beispiel aus der Modellregion West zeigt, dass sich Weihnachtssterne (Euphorbia
pulcherrima) in stark torfreduzierten Substraten erfolgreich kultivieren lassen. Hier sind
mittlerweile nur noch 50 Vol.-% Torf im Standardsubstrat der Weihnachtssterne enthalten.

Abbildung 1: Stickstoffverfügbarkeit (gemessen in CAT) während der Kultur bei zweiwöchiger Substratbeprobung, mit dem Fokus auf die Stickstoffunterversorgung zum Zeitpunkt des Austriebs im torffreien Substrat (rote Markierung)

Auch die Produktion torffreier Poinsettien wurde parallel getestet, jedoch mit einigen Qualitätseinbußen. Es zeigte sich, dass in der Phase des Austriebs nach dem Stutzen eine Unterversorgung an Stickstoff vorherrschte. Dies ist durch die Festlegung von Stickstoff im Substrat zurückzuführen und war selbst mit zusätzlicher Kalksalpeterdüngung nicht mehr gänzlich aufzuholen. (Abb. 1) Ein zusätzlicher Befall von Trauermückenlarven in beiden Substraten wirkte sich negativ auf die Bewässerungs- bzw. Düngegaben aus, da hier die Intervalle vergrößert werden mussten, um die Substrate etwas trockener zu halten. Die Auswirkung der Stickstoffunterversorgung war, dass sich einige Triebe nicht optimal entwickeln konnten und die Brakteenanzahl somit verringert war.

Abbildung 2: Weihnachtssterne im 17cm Topf; links im torfreduzierten Substrat mit 50 Vol.-% Weißtorf, 25 Vol.-% Kokos, 15 Vol.-% Pinienrinde und 10 Vol.-% Perlite; rechts im torffreien Substrat mit 35 Vol.-% Pinienrinde, 35 Vol.-% Kokos, 20 Vol.-% Holzfaser und 10 Vol.-% Reisspelze

Das stark torfreduzierte Substrat mit 50 Vol.-% Torfanteil hat zur vollsten Zufriedenheit des Gärtners funktioniert und wird auch in der kommenden Saison als Standardsubstrat wieder Verwendung finden.

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